Jetzt kann’s losgehen!


Die Lehrkräfte erarbeiten einen ganzheitlichen Kalender, der Zusammenhänge in der Natur, insbesondere für die Biene, verdeutlicht.

Fortbildung der Grundschullehrkräfte konnte im Umweltbildungszentrum Wümme (UBZ) der Biologischen Schutzgemeinschaft Wümme (BSW) endlich statt finden.

Das Thema Honig- und Wildbienen spielt im Umweltbildungszentrum seit einigen Jahren eine immer größere Rolle. Es fing mit einer Kooperation mit dem Imkerverein Rotenburg und den Imkerkursen an, weitete sich dann über den Ausbau des Honigspeichers zur Imkerwerkstatt aus und mündete 2019 im ersten Bienenprojekt mit vier Grundschulen aus Rotenburg und Scheeßel.

Wie in so vielen Bereich wirkte sich die Corona-Pandemie auch auf das erfolgreich laufende Bienenprojekt „Summ, summ, summ – Den zahmen und wilden Bienen auf der Spur“ aus. 2020 musste nach den ersten Veranstaltungen pausiert werden. Anfang diesen Jahres wurde das Projekt dann überplant, um irgendwie weiter machen zu können. Die Aufgabe bestand darin, für die zu der Zeit geteilten Klassen insgesamt doppelt so viele Veranstaltungen anbieten zu können als ursprünglich geplant waren. Dadurch musste natürlich in anderen Bereichen gekürzt werden.
Zu dem gab es an einer Grundschule den Fall, dass nicht eine Klasse, sondern eine zusammengestellte Gruppe aus einem ganzen Jahrgang teilnahm. Hier konnte das Projekt aus Kapazitätsgründen leider nicht weiter laufen. Schweren Herzens mussten die Schüler:innen auf das Nachfolgeprojekt und die Bienen-AG vertröstet werden. Die Initiierung der AG ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. Es konnten an drei der vier Grundschulen Lehrkräfte dafür begeistert werden, eigenständig ein Bienenvolk an der Schule zu betreuen und Kindern Wissen über Honig- und Wildbienen zu vermitteln.

Die Bienen-AGs starten jetzt nach den Sommerferien an den Schulen. Im Rahmen des Projektes hatten die Pädagog:innen die Möglichkeit imkerliches Wissen in den Imkerkursen des Imkervereines zu erlangen. Um aber auch Ideen mit an die Hand zu bekommen, was alles mit Kindern zu dem Thema Honig- und Wildbienen gemacht werden kann, hat das UBZ eine eintägige Fortbildung angeboten. Diese sollte auch die pandemiebedingte Pause nivellieren.

Der Imker Niels Kruse zeigte hier im Bereich Honigbienen welche Themen wann und wie im Jahr behandelt werden können. Dabei war es für die Lehrkräfte besonders interessant zu erfahren womit sich der Herbst und der Winter in der AG füllen lassen können.
Für die Wildbienen war die Biologin Anja Schulenberg zuständig, die unter anderem Besonderheiten der Wildbienen an exemplarischen Arten verdeutlichte.
Darüber hinaus wurden aber auch Anregungen gegeben die Kinder dahin zu führen auch die Bienen im großen Kontext der Umwelt zu sehen. Welche Einflüsse wirken wann und wie auf die Bienen? Welche Rolle spielen die Jahreszeiten? Wie hängt alles miteinander zusammen? Außerdem wurde auch ein Augenmerk auf die Anatomie und die Sinne der Biene gelegt.
„Es war ein bunt gefüllter Fortbildungstag, an dem wir Theorie und Praxis gut mischen konnten. Das haben uns die glücklichen Gesichter am Ende bestätigt“, so Schulenberg, Leiterin des Umweltbildungszentrums.

Die Lehrkräfte stehen jetzt vor einer großen Aufgabe. Damit sie nicht ganz alleine damit sind, bietet das Umweltbildungszentrum weiterhin Unterstützung an. Diese sieht z.B. vor, dass ein Imker bei der Betreuung des schuleigenen Bienenvolkes hilft wo es nötig ist. Es wird aber auch Hilfe bei der Akquise von Fördermitteln für Materialien geboten.

Zudem soll das Bienenprojekt im Frühling an den Grundschulen weiter gehen. So bekommen Zweitklässler den ersten Kontakt zu den Bienen. Ergänzend hinzu kommt noch der Bienenkurs, der auch 5. Klässlern in Rotenburg und Scheeßel die Möglichkeit geben wird sich mit dem Thema Bienen neu oder weiterhin zu befassen.

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