Im Moor

“Oh wie schaurig ist`s durch`s Moor zu gehen!” lautet eine alte Weisheit. Warum? Naja, das Moor ist nicht gerade die lebensfreundlichste Landschaft. Mit dem Bruchwald, in dem viel Totholz wie eine Mahnwache aus dem Boden ragt, oder dem Hochmoor, wo tückische Moos-Teppiche einen nichtsahnend bis zur Brust “verschlingen” können. Und doch… In diesem, früher in Deutschland häufigem und jetzt sehr selten gewordenem, Biotop steckt mehr Leben als man vermutet. Auch viele im Moor vorkommende Tier- und Pflanzenarten sind durch den Rückgang ihres Lebensraumes in ihrem Bestand bedroht. Wir wollen diese, für die Menschen damals schaurige Landschaft, erkunden und über ihren Rückgang, die historische als auch ökologische Bedeutung aus heutiger Sicht einiges herausfinden.

Moor erleben

Die Bedingungen, die in einem Moor herrschen, können am besten hautnah erlebt werden. Hierfür machen wir uns gerne auch mal schmutzig und es könnte etwas feucht werden. Und ob Moorwasser auch schmeckt? Wir wollen außerdem die Tiere und Pflanzen die im Moor leben erkunden und ihre Lebensbedingungen genauer betrachten.

Torfmoos

Libelle

Wollgras

 

 

 

 

 

Das große und weiße Moor

Am Rande der Stadt Rotenburg Richtung Kirchwalsede liegt der große und kleine Bullensee. Der große wird gern als Badesee genutzt und ist jedes Jahr Brutplatz verschiedener Amphibien. Ansonsten ist der See relativ nährstoffarm. Der kleine Bullensee ist Teil des 438 ha großen Naturschutzgebietes “Großes und weißes Moor”. Die nicht weit entfernt vom kleinen Bullensee liegenden Moorflächen gehören zu den am besten erhaltenen Moorgebieten in Norddeutschland. Das Herzstück des Naturschutzgebietes sind die vollständig vom Hochmoor eingeschlossenen Kolken. Ein Feuchtwasserbiotop, welches nicht begehbar ist. Beliebt bei Besuchern ist das im Herbst 2010 eröffnete Rundwanderweg-System um die Seen und durch das Naturschutzgebiet. Hier gibt es auch eine Moorerlebniszone, die für Veranstaltungen gut genutzt werden kann.

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